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Bless Yourself: Eine kleine Anleitung zum Segnen

  • 18. März
  • 4 Min. Lesezeit

Aktualisiert: 20. März



In Zeiten, in denen sich gefühlt alles um Selbstoptimierung und „die beste Version von dir selbst werden“ dreht, wirkt das Wort „Segnen“ fast ein wenig… aus der Zeit gefallen. Eher etwas für Kirche, Weihwasser und Menschen mit offizieller Zuständigkeit, oder? Ich würde sagen: ganz entspannt – nein. 🙂 Segnen ist viel näher und einfacher, als wir denken. Für mich ist es so etwas wie Dankbarkeit – nur einen Schritt weitergedacht. Eine stille, ziemlich kraftvolle Form der Selbstermächtigung, die jederzeit verfügbar ist. Ganz ohne Voraussetzungen. Ganz ohne jemanden im Außen, der es für dich tun muss.


Es braucht manchmal gar nicht viel, um aus der eigenen Mitte zu kippen. Eine Kleinigkeit am Morgen, ein Gedanke oder eine Situation, die anders läuft als geplant, ein Blick aufs Weltgeschehen – und plötzlich bist du genervt, im Reagieren und nicht mehr wirklich bei dir. Lange Zeit galt genau hier die Praxis der Dankbarkeit als wertvoller Anker: der bewusste Fokus auf das Gute, das Dankbarkeitstagebuch, das Zurückholen der eigenen Aufmerksamkeit. Und das ist auch gut, wirklich. Und gleichzeitig habe ich für mich gemerkt, dass da noch etwas weiter geht. Segnen.


Segnen beginnt im Alltag

Du kannst damit direkt beginnen. Beim Aufwachen, indem du den neuen Tag segnest. Wenn du Menschen auf der Straße siehst, im Bus, bei der Arbeit oder in Gesprächen. Beim Spazierengehen, wenn du an einem Krankenhaus vorbeikommst, oder mitten in ganz normalen, vielleicht eher langweiligen Alltagsaufgaben. Es braucht keinen besonderen Moment. Es braucht nur deine Entscheidung.


Was Segnen ist – und was nicht

Segnen ist kein Wunschdenken und auch kein Trick, um „etwas Gutes anzuziehen“. Das wäre ein Versuch, das Universum zu manipulieren. Darum geht es nicht. Segnen ist vielmehr ein Weg, ein ständig zentriertes Bewusstsein zu entwickeln – ein innerer Zustand, aus dem heraus du der Welt begegnest.


Werde konkret beim Segnen

Kraftvoll wird es, wenn du dabei konkret wirst. Wenn du die Person wirklich siehst und sie innerlich umgeben wahrnimmst von etwas Bestimmtem: Gesundheit, Freude, Überfluss, Klarheit oder Integrität. Gerade jetzt, wo wir im Weltgeschehen oft genau das vermissen, kann das ein sehr bewusster innerer Akt sein.


Ein inneres Bild, das hilft

Ich stelle mir dabei manchmal vor, dass von mir so etwas wie ein feines Lichtnetz ausgeht, das ich innerlich über Menschen oder Situationen auswerfe. Ganz still. Nicht, um etwas zu kontrollieren oder zu verändern, sondern um eine andere Qualität hineinzubringen.



Segnen als inneres Schutzschild

Und ja – das funktioniert auch in schwierigen Situationen. Bei Menschen, die dich triggern oder die dich in Worten oder durch ihr Verhalten angreifen. Gerade hier kann Segnen zu so etwas wie einem inneren Schutzschild werden. Nicht nach außen, sondern nach innen. Es hält die Pfeile davon ab, dich wirklich zu treffen, weil du dich selbst in eine andere Haltung bringst.


Segnen mit Kerzen, Ölen, Spray

Und ganz wichtig: Segnen beginnt immer bei dir! Ich selbst segne mich jeden Tag – oft ganz unspektakulär. Zum Beispiel mit einem Sprühstoß vom Spirit of Mary Blessing Aura Spray, bevor ich mich an den Schreibtisch setze. Für mich ist das wie ein kleiner Startimpuls: Ich segne meinen Tag, mein Tun, das, was vor mir liegt. Jeden Morgen zünde ich auch eine Kerze an. Nicht einfach nur so, sondern ganz bewusst. Ich spreche innerlich oder leise einen Segen hinein – und wenn ich sie später auspuste, bedanke ich mich. Fast so, als wäre die Kerze ein kleines Gegenüber, das den Tag oder mein Vorhaben mit mir trägt. Und zwischendurch reicht oft schon ein kurzer Moment: ein Tropfen Öl auf dem Handgelenk, ein Innehalten, ein innerer Satz. Zurückkommen. Neu ausrichten. Vielleicht findest du dafür auch deine ganz eigene Form.


Im Auge des "weltlichen Sturms"

Das Weltgeschehen hat dich gepackt, du bist wütend, vielleicht auch hilflos, und du weißt gar nicht, wohin mit all diesen Emotionen. Und genau hier stellt sich die Frage: Was ist jetzt zu tun? Eine Möglichkeit ist, noch tiefer einzusteigen, dich weiter aufzuregen und dich mitziehen zu lassen. Die andere ist leiser, ungewohnter vielleicht. Du kannst beginnen zu segnen. Nicht, weil alles gut ist, sondern gerade, weil es das eben nicht ist. Und ja – das ist am Anfang nicht einfach, vor allem dann nicht, wenn es um Menschen geht, die in Machtpositionen stehen und Entscheidungen treffen, die du nicht nachvollziehen kannst. Und genau dort liegt die eigentliche Kraft. Du kannst beginnen, die Integrität dieser Menschen zu segnen, ihre Klarheit, ihre Fähigkeit, im Sinne des Ganzen zu handeln. Nicht, um etwas zu beschönigen, sondern um eine andere Qualität in das Feld zu bringen. Und während du das tust, passiert oft etwas ganz anderes zuerst: Du kommst zurück. Zu dir. In deine Macht.


Der eigentliche Wandel

Vielleicht ist genau das der eigentliche Wandel: nicht, dass sich sofort alles im Außen verändert, sondern dass du anders darin stehst. Zentrierter, klarer, weiter. Du musst dafür nichts vorbereiten, nichts lernen und nichts perfekt machen. Fang einfach an. Ein Moment, ein Segen – und schau, was sich verändert.


Inspiration & Buchtipp: Piere Pradervand, Segnen heilt.




 
 
 

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